Realschule plus

Von der Schule ins Betriebspraktikum

 ... und von dort vielleicht in den zukünftigen Traumberuf? (von: Sascha Groß, Klassenlehrer der 8b)

Allseits bekannte Sprüche wie „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ oder „Du tust das nicht für mich, sondern für dich“ hat sicherlich jeder von euch schon das ein oder andere Mal gehört. Mittlerweile dürfte es den meisten jungen Erwachsenen klargeworden sein, was ihnen ihre Eltern und/oder ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer damit auf den Weg geben wollten. Dass es dem ein oder anderen von euch hingegen schwerfällt die wahre Bedeutung hinter diesen so einfach klingenden Worten zu verstehen und auf das eigene Leben zu übertragen überrascht nicht. Denn was ist damit eigentlich gemeint und was genau sollt ihr überhaupt für das eigene Leben lernen? Klingt ja beinahe so als ob ein Schulpraktikum das Ziel verfolge euch auf die großen Prüfungen vorzubereiten, die euch das Leben stellen wird. Ihr findet das klingt übertrieben? Dann lasst uns doch mal ein paar genauere Blicke darauf werfen was ein Schulpraktikum alles an Entwicklungsmöglichkeiten für euch bieten kann!
Die berufsreifen Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse haben in der Zeit vom 25.04.-06.05.2022 ein zweiwöchiges Betriebspraktikum absolviert. In dieser Zeit haben sie die verschiedensten Aufgaben in dem von ihnen ausgewählten Betrieb kennenlernen und ihren erfahrenen Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit über die Schultern schauen können. In dem vorliegenden Artikel sollen euch einige ausgewählte Praktikanten sowie deren Praktikumsbetriebe vorgestellt werden. Alle erwähnten Personen waren damit einverstanden.
Mohammed Ker, ein Schüler der Klasse 8b, hat sein Praktikum in Bonn beim Autohaus Kumtepe absolviert (genauere Informationen zu diesem und allen anderen Betrieben findet ihr am Ende des Artikels). In den zwei Wochen hat Mohammed die verschiedensten Aufgaben innerhalb des Betriebes kennenlernen dürfen. So war er nicht nur in der Karosserie und der Lackiererei tätig, sondern er konnte in der zweiten Praktikumswoche sogar teilweise selbstständig Aufgaben in der Mechatronik wahrnehmen. Durch den Einsatz in den verschiedensten Tätigkeitsbereichen des Autohauses konnte Mohammed in mehrfacher Hinsicht profitieren: Er hat nicht nur einen für ihn sehr interessanten Ausbildungsberuf (KfZ-Mechatroniker) kennenlernen dürfen, sondern er fand ebenso heraus, dass er auch all jene Aufgaben und Anforderungen, die ihm anfangs schier unmöglich erschienen, bewältigen kann. Dadurch konnte der Jugendliche enorm an Selbstvertrauen zulegen. Hier z.B. seht ihr ihn beim selbstständigen Wechseln eines Reifens. Was zunächst wie eine schwierige Aufgabe erschien, wurde innerhalb weniger Tage zu einer für Mohammed machbaren Aufgabe.


Louis Poupa, ebenfalls ein Schüler der Klasse 8b, hat sein Praktikum im Edeka in Bad Breisig absolviert. Zu seinen Aufgaben gehörten die Warenkontrolle, das Einräumen der Ware, das Aussortieren abgelaufener Ware, die Waren in den Regalen vorziehen sowie die Fleischwaren in der Frischetheke des Supermarktes (unter Hilfe) aufzubereiten. Auf den Bildern kann man die Ergebnisse von Louis’ alltäglicher Arbeit im Supermarkt bewundern. Was auf den ersten Blick wie eine einfache Tätigkeit erscheint, erweist sich in der Praxis als anspruchsvolle Arbeit: Wie präsentiere ich Ware so, dass sie ansprechend für den Kunden ist? Wie räume ich Ware so ein, dass die Kunden sie nicht nur heute, sondern auch morgen finden können? Mitdenken ist angesagt! Darüber hinaus konnte Louis seine kommunikativen und sozialen Fähigkeiten im täglichen Umgang mit den Kunden und den Kolleginnen und Kollegen erfolgreich schärfen. Einfach so auf Kunden zugehen und ihnen selbstbewusst, höflich und kompetent beim Finden der gesuchten Ware helfen? Mit Beschwerden von Kunden souverän umgehen und damit seine Deeskalationsfähigkeit optimieren? All dies sind Tätigkeiten, die weit über das einfache Einräumen von Lebensmitteln in die Regale hinausgehen und euch (genau wie Louis) in eurer Persönlichkeit werden wachsen und reifen lassen.

Irina Travkina, eine Schülerin der Klasse 8c, hat für zwei Wochen ein Praktikum im Frisörsalon „Schnipp Schnapp“ in Remagen absolviert. Natürlich durfte sie selbst noch keine Haare schneiden (denn dafür benötigt ihr eine 3-jährige Berufsausbildung). Sie konnte erste Erfahrungen darin sammeln, freundlich, kommunikativ und offen auf die Kunden zuzugehen. Erste unterstützende praktische Erfahrungen für das Stammpersonal waren ebenfalls Bestandteil des Praktikums (z.B. Vorbereiten von Färbemitteln, hair and floor cleaning). Auf dem Bild ist sie bei einer der vielfältigen praktischen Arbeiten in einem Frisörsalon zu sehen. Irina konnte ebenso ihr Kommunikationstalent durch die vielfältigen Kontakte erfolgreich weiterentwickeln.

Danke an alle Personen, die sich dazu bereit erklärt haben, ihre ersten beruflichen Schritte für euch alle hier zu präsentieren.

Informationen zu den Betrieben:
- Autohaus Kumtepe Bonn: Koblenzer Str. 109, 53117 Bonn (Ansprechpartner: Herr Gümüsboga), Tel.: 0228 953550
- Edeka Bad Breisig: Zehnerstr., 53498 Bad Breisig (Ansprechpartnerin: Frau Hauschild), Tel.: 02633 470660
- Frisörsalon „Schnipp Schnapp“ Remagen: Marktsraße 45, 53424 Remagen (Ansprechpartner: Herr Agcay), Tel.: 02642 900737

 

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